Bis zu 1.320 € für Eiskirchs Gigabit-City!

„Für die Pläne von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch Bochum zur `Gigabit-City´“ zu machen, sollen vor allen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt hohe Kosten und Lasten tragen“, kritisiert die Soziale Liste. Zur Zeit werben die Unternehmen unitymedia und Stadtwerke mit Prospekten und Internet-Mails für die Produkte „2play Fly 1000, -Fly 400 und – Jump 150“. Alle 3 versprechen ein schnelles Internet, inklusive WLAN und Telefon-Flatrate. Die Kosten für die Produkte sind erheblich. Nach Ablauf der Lockangebote („Einführungsangebot: Nur für Bochumer!“) fallen für die „FLY 1000“ jährliche Kosten von 1.320 € an, für die „FLY 400“ jährlich 540 € und für die „Jump 150“ 420 €.

Derart hohen Kosten hat Oberbürgermeister Thomas Eiskirch bei der Vorstellung der Vorhaben vor einem Jahr verschwiegen. Den Wunsch von vielen nach einem schnelleren Internet nutzte der OB vielmehr zu publicityträchtigen Schlagzeilen und Auftritten.

Neben den hohen Kosten sieht die Soziale Liste auch eine Tendenz zu einer 3 Klassen (Internet-) Gesellschaft. Diejenigen, die sich ein teures schnelles Internet leisten können, diejenigen die sich die neuen Kosten nicht leisten können und in der Internet-Warteschlange landen und diejenigen die sich diese digitale Welt gar nicht mehr leisten können. Im Hartz IV-Satz sind z. B. für „Nachrichtenübermittlung“ (Post, Telefon, Fernsehen, Internet) lediglich 37,20 € vorgesehen.

Ebenso kritisiert die Soziale Liste die einseitige Bevorzugung des Unternehmens unitymedia durch die Stadt Bochum. Der Konzern wirbt z. Z. mit der Bochumer „extrabreiten Autobahn“ und schreibt: „Wir setzen damit einen weiteren Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte“. Mit Meilenstein dürfte die hohe Profitrate gemeint sein. Die Soziale Liste sieht darin ein handeln nach dem Grundsatz, Profit auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger.


Foto: Stadt Bochum

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